Schulraumprovisorium Hellmatt
Schulraumprovisorium Hellmatt
Der Gemeinderat Möriken-Wildegg hat die Bevölkerung am MöWi-Samstag vom 9. Mai darüber informiert, für 1.5 Jahre ein Schulraumprovisorium in der Schulanlage Hellmatt umzusetzen. Dieses Provisorium ist notwendig, weil das Mehrzweckgebäude entgegen den ersten Absichten gleichzeitig mit dem Neubau des Oberstufenschulhauses saniert wird, um den Bauablauf zu optimieren und Arbeiten ganzheitlich zu vergeben. Entsprechend fehlt Schulraum für 4 Schulzimmer bzw. Büroräume für einen Zeitraum von ca. 1.5 Jahren. Der Gemeinderat hat zusammen mit der Schulleitung aktiv nach Möglichkeiten für Provisorien in der näheren Umgebung der Schulanlage Hellmatt gesucht. Optionen haben sich aber als wenig tauglich für den Schulbetrieb erwiesen. Die Notwendigkeit eines Container-Provisoriums ist ein bewusster Entscheid für einen effizienteren Bauablauf. Mit diesem Entscheid hat der Gemeinderat einiges an Steuergeldern einsparen können.
Das Bauvorhaben befindet sich auf dem Areal der ehemaligen Asylunterkunft, welche 2020 abgebrochen wurde. Es handelt sich dabei um keinen Parkplatz der Badi, sondern um eine bereits vorhandene Kiesfläche, die sich für ein befristetes Schulraumprovisorium geradezu anbietet, sich gut in den Schulbetrieb integrieren lässt, an diesem Standort niemanden stört und auch keinen Mehrverkehr verursacht. Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass das Bauvorhaben insbesondere aufgrund des befristeten Zeitraums des Provisoriums von untergeordneter Bedeutung ist und im vereinfachten Baubewilligungsverfahren erstellt werden kann. Entsprechend sind weder eine Publikation noch eine öffentliche Auflage, sondern lediglich das Einverständnis des einzigen anstossenden Grundeigentümers (neben der Gemeinde selbst) notwendig. Dieses Einverständnis liegt vor. Es sind bisher keine baubewilligungspflichtigen Arbeiten verrichtet worden. Der Gemeinderat hat zu jedem Zeitpunkt die ordentlichen Verfahren eingehalten.
An der gestrigen Gemeinderatssitzung hätte die Baubewilligung im vereinfachten Verfahren erteilt werden sollen. Da aber gestern Montag beim Kanton gegen den Gemeinderat eine Aufsichtsanzeige eingereicht worden ist und damit ein Prozessrisiko und zeitliche Verzögerungen befürchtet werden müssen, sieht der Gemeinderat das ordentliche Baubewilligungsverfahren mit Publikation und öffentlicher Auflage vor. Das bedeutet, dass das Container-Provisorium nicht rechtzeitig zum Schulstart im August erstellt werden kann und zwischen den Sommer- und Herbstferien keine optimale Beschulung der betroffenen Schülerinnen und Schüler möglich ist. Der Gemeinderat muss nun innert kurzer Zeit geeignete Räumlichkeiten in der Gemeinde finden, um die Zeit bis zum Bezug des Provisoriums überbrücken zu können. Die jetzige Verzögerung bedeutet insbesondere für die Lehrerschaft und die Schülerinnen und Schüler einen unnötigen Mehraufwand durch mehrfaches Zügeln der Schulräume.
Alle anderen Bauarbeiten in der Schulanlage Hellmatt sind erfreulicherweise auf Kurs.