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Überführung der RTB in eine Aktiengesellschaft

Die beiden Eigentümerinnen der RTB – die Gemeinden Möriken-Wildegg und Niederlenz – beantragen bei der Bevölkerung am 14. Juni 2019 an der Gemeindeversammlung die Überführung der RTB in eine Aktiengesellschaft. Hauptgründe für diesen Schritt liegen im zunehmenden Wettbewerb, dem technologischen Fortschritt und der sich verschärfenden Regulierung. Die Besitzerverhältnisse bleiben gleich, es wird keine Privatisierung geben.

Die Überführung der heutigen RTB in eine Aktiengesellschaft ist das Resultat intensiver Arbeit einer politisch und fachlich breit abgestützten Projektorganisation. Die Hauptziele dabei waren das Erhalten der zukünftigen Handlungsfähigkeit, die Versorgungsicherheit langfristig gewährleisten zu können und die Zukunft des Erfolgsmodelles RTB zu sichern. «Die RTB ist gesund unterwegs und die Mitarbeitenden leisten gute Arbeit. Es sind jedoch Strukturanpassungen notwendig, damit sich die RTB auch zukünftig in einem anspruchsvoller werdenden Markt behaupten kann», fasst Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann von Möriken-Wildegg, zusammen. Dieser Schritt ist wichtig, dass die RTB auch in Zukunft handlungsfähig bleiben und sich im Konkurrenzkampf mit gleich langen Spiessen messen kann. «Unser Ziel ist es, eine starke RTB für eine sichere Versorgung mit Elektrizität, Wasser, Wärme und Kommunikationssignalen aufzustellen. Zudem muss die RTB weiterhin effiziente öffentliche Dienste für die Wirtschaft und die Bevölkerung ausführen können», so Jürg Link, Gemeindeammann von Niederlenz.

Komplexe Herausforderungen bewältigen

Die fortschreitende Liberalisierung und sich verschärfende Regulierung im Strommarkt führen zu einem sinkenden Margenpotenzial. Es gilt rechtzeitig Kundenverlusten entgegenzuwirken und für den steigenden Wettbewerbsdruck gut aufgestellt zu sein. Der bevorstehende technologische Fortschritt zieht eine grosse Flexibilität in der Netzentwicklung mit sich und erfordert einen erheblichen Investitionsbedarf.

Die solide Finanzierung der RTB ermöglicht auch weiterhin eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Bei der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft werden keine Aktien verkauft und es sind keine Geldflüsse notwendig.

Gleichzeitig mit der Umwandlung ist die Einführung einer Konzessionsabgabe für die Sondernutzung des öffentlichen Grundes geplant. Die beiden Gemeinden sollen zukünftig eine jährliche Konzessionsabgabe von je rund Fr. 135'000 erhalten. Weitere Ausschüttungen in Form einer Dividende sind je nach Geschäftsabschluss möglich.

Konsequenzen der Rechtsformänderung

Die Beteiligungsverhältnisse bleiben unverändert. Die beiden Einwohnergemeinden Möriken-Wildegg und Niederlenz besitzen auch nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft je 50%. Die Rechtsformänderung hat keinen Einfluss auf die Tarife und Preise. Diese richten sich auch in Zukunft unabhängig von der Rechtsform nach den regulatorischen Bestimmungen. Mit der Umwandlung werden auch keine Anpassungen der operativen Organisation der RTB vorgenommen. «Auch auf den Personalbestand hat die Umwandlung keinen Einfluss. Das Personal wird auf der Basis von privatrechtlichen Arbeitsverträgen unverändert weiterbeschäftigt und zudem wird der Besitzstand der Mitarbeitenden über zwei Jahre gewahrt», so Roger Cavegn, Präsident des Vorstandes RTB. Die zukünftige Weiterentwicklung der RTB AG, im Rahmen der von den Gemeinderäten der beiden Gemeinden festgelegten Eigentümerstrategie, obliegt dem Verwaltungsrat.

Die beiden Gemeinden beantragen bei der Bevölkerung anlässlich ihrer Gemeindeversammlung vom 14. Juni 2019 die Umwandlung der heutigen RTB in eine Aktiengesellschaft.

Für Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
•     Hans-Jürg Reinhart, Gemeindeammann Möriken-Wildegg, Tel. 079 330 36 82
•     Jürg Link, Gemeindeammann Niederlenz, Tel. 076 365 56 87
•     Roger Cavegn, Präsident Vorstand RTB, Tel. 079 261 66 80