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Finanzplan 2017 - 2020

Die Aufgaben- und Finanzplanung ist Planungs- und Führungsinstrument für die Exekutive und ein Informationsmittel für die Stimmbürger. Sie hat den Zweck, Aufgaben und Ausgaben auf ihre finanziellen Auswirkungen und ihre Tragbarkeit hin zu überprüfen.

Die Aufgaben- und Finanzplanung ist für mindestens vier Jahre zu erstellen und jährlich zu aktualisieren. Sie ist öffentlich zugänglich, jedoch nicht durch die Legislative zu genehmigen.

Die Aufgaben- und Finanzplanung soll aufzeigen, dass ein mittelfristig ausgeglichener Finanzhaushalt möglich, die Verschuldung tragbar, eine angemessene Selbstfinanzierung vorhanden ist und dass die gesetzliche Mindestkapitalisierung von 30% des Aufwands des vorangehenden Rechnungsjahrs eingehalten ist.

Der Finanzplan 2017 - 2020 basiert auf folgenden Prognosen:

  • Zunahme der Einwohnerzahl bis Ende 2020 auf 4'550 Personen
  • Wachstum des Steuerertrages um 1% - 2% pro Jahr
  • Anstieg des Personal- und Sachaufwandes um 0,5% pro Jahr
  • Reduktion des Steuerfusses aufgrund kantonaler Vorgaben auf 94%

Das Investitionsprogramm rechnet mit jährlichen Investitonsausgaben von 1,7 bis 6,7 Mio. Franken. Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit steigen die jährlichen Abschreibungen von akutell 1,5 Mio. auf über 2,5 Mio. an. Die Investitionen können nicht vollständig aus den eigenen Mitteln finanziert werden, es muss mit einer Darlehensaufnahme im Jahr 2019 gerechnet werden. Der Selbstinfanzierungsgrad in der Planperiode beträgt zwischen 15% und 153% pro Jahr. Die hohen Investitionen führen dazu dass das aktuelle Nettovermögen per Ende 2015 von CHF 2'500.-- pro Einwohner aufgebraucht wird und per Ende 2020 eine mutmassliche Nettoschuld von CHF 404.- pro Einwohner besteht.

Gegen die geplanten Änderungen des Finanzausgleichsgesetzes und das Gesetz über den Ausgleich der Aufgabenverschiebungsbilanz wurde das Referendum ergriffen. Die Abstimmung dazu wird im Februar 2017 stattfinden. Im Finanzplan sind diese Gesetzesänderungen ab dem Jahr 2018 berücksichtigt. Der Beitrag in den Finanzausgleichsfonds erhöht sich aufgrund dieser Änderungen auf CHF 595'000.--. Dies ist gegenüber dem aktuellen Jahr eine Erhöhung um CHF 200'000.--.

Die geplante Aufgabenverschiebungsbilanz entlastet die Gemeinde mit mutmasslich knapp 550'000.-- pro Jahr. Bei der Aufgabenverschiebung werden diverse Aufgaben dem Kanton zugewiesen und neu auch vollständig durch diesen finanziert. Damti der Kanton diese Mehrkosten tragen kann, wird der Staatssteuerfuss um 3% erhöht, im Gegenzug müssen die Gemeindesteuerfüsse sämtlicher Gemeinden um denselben Prozentsatz gesenkt werden.

Der Regierungsrat hat aufgrund der sich verschlechternden Wirtschafts- und Finanzlage zahlreiche Massnahmen zur Sanierung des Staatshaushaltes beschlossen. Diese Sanierungsmassnahmen führen auch in den Gemeinden zu finanziellen Entlastungen, hauptsächlich im Bereich der Volksschule respektive beim Gemeindeanteil am Personalaufwand der Lehrpersonen. Im Finanzplan sind diese Sanierungsmassnahmen ab dem Jahr 2017 gesamthaft berücksichtigt und betragen ca. CHF 20.-- pro Einwohner.

Zudem werden neu alle Liegenschaften der Einwohnergemeinde, welche Investitionen auslösen könnten, aufgelistet. Diese sind mit pro memoria bzw. ohne Betrag aufgeführt.

Finanzplan2017-2020  [PDF, 447 KB]